Komplexe Situationen in Leitungsteams

Unterschiedlichste Blickwinkel, Meinungen, Haltungen, Vorlieben in einem Vorstands- oder Führungsgremium führen mitunter zu verfahrenen Diskussionen und emotionalen Verstrickungen bis hin zum Stillstand. Eine offen moderierte Gruppendiskussion kann hier Durchbrüche hervorbringen, die vorher kaum vorstellbar waren.

Neben den konventionellen linearen Moderationsstrukturen existieren Methoden, die besonders auf die Kreativität der TeilnehmerInnen für eine Lösungsfindung aufbauen. Kreative und entscheidungsgewohnte Menschen denken nicht geradlinig. Ihr vielschichtiges Denken springt unvorhersehbar von diesem zu jenem Punkt. Die klassische Moderationsmethode, die eine strukturierte Abfolge von Schritten vorsieht, wird dem nicht gerech, weil sie das Finden einer Lösung durch künstliche Korsett geradezu verhindert.

Gruppendynamisch offene Methoden eignen sich besonders gut für

- Heterogene Entscheidungsteams mit sehr unterschiedlichen Interessen oder Persönlichkeiten,
- Unklare und schwer lösbar erscheinende Themen,
- Entscheidungsprozesse mit Konflikt- oder Resignationspotenzial,
- Kreative Entscheidungsprozesse mit Leidenschaft und starken Emotionen,
- Meetings mit schwierigen oder großen Themen,
- Frustration aufgrund von Wiederholungen des stets Gleichen.

Sie eignen sich insbesondere bei Fragestellungen, bei denen bereits die Problemdefinition, die möglichen Lösungen und die Bedenken gegen diese Lösungen Emotionen bei den Teilnehmenden hervorrufen. Solche Methoden wurden schon vielfach im Rahmen in der Organisations- und Unternehmensberatung angewendet.