Netzwerktagung „In Führung gehen“ bei der Helmholtz Gemeinschaft

von Andreas von Oertzen

Podiumsdiskussion: Was bleibt? Personalentwicklung auf dem Prüfstand.

Ausgangspunkt: In Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird viel Aufwand gesteckt. Die Maßnahmen dienen dem Auf- und Ausbau berufsrelevanter Kompetenzen, zudem werden der Personalentwicklung motivationserhöhende Wirkungen zugeschrieben. Führungskräfte erhoffen sich über die Förderung einzelner Mitarbeiter/innen positive Impulse für die gesamte Organisation.

Unter der Moderation von Frau Dr. Jennifer Schevardo diskutierten Frau Prof. Dr. Magdalena Scheck-Wenderoth, Direktorin am Deutschen Geo-Forschungs-Zentrum und die Herren Prof. Dr. Peter Joehnk, Kaufmännischer Direktor, Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendor, Mark Franken, Leiter Geschäftsbereich Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, Forschungszentrum Jülich, und Andreas von Oertzen, Geschäftsführer von Oertzen Managementberatung übergreifende Themen rund um die Messbarkeit nachhaltiger Wirkungen von Personalentwicklungsmaßnahmen.

Im Ergebnis wurde differenziert beleuchtet, welche Aspekte im Zusammenhang mit einem Bildungscontrolling oder der Messbarkeit von nachhaltigen Coaching- und Trainingsmaßnahmen von Bedeutung sind.

Wer will überhaupt messen? Entscheidet dieses WER nicht bereits darüber, WAS überhaupt gemessen werden soll? Zwischen dem Executive Management als Linienspitze einerseits und HR als Stabsbereich andererseits lässt sich in diesem Zusammenhang oft genug eine Kluft in der Zielvorstellung beobachten. Offensichtlich haben Linienmanagement, HR-Bereich, direkte Vorgesetzte, Kollegen und – last not least – der Coachee bzw. Trainee selbst jeweils ganz unterschiedliche Blickwinkel auf den Erfolg einer Maßnahme. Ist Bildungscontrolling der Versuch der Objektivierung eines höchst subjektiven Themas?

Ob Wirtschaft oder Wissenschaft: Die Entwicklung von Softskills ist in zunehmendem Maße ein Wettbewerbsfaktor. Wer sich den Bereichen Kommunikation, Selbst-Management, Führen, Projektmanagement gewidmet hat, wird klar im Vorteil sein; als Individuum ebenso wie als Organisation.

Die Beschleunigung der IT-Systeme, der Netzwerke, des Wissens und damit der Veränderungen erscheint unausweichlich. Eine Alternative zum lebenslangen Lernen, welches von einigen als Druck empfunden werden mag, scheint es in Anbetracht der zunehmenden Geschwindigkeit der Veränderungsprozesse kaum zu geben. Sofern ich mich nicht für eine Beendigung der Selbstreflexion, ein Ende von Wissenszuwachs und Feedback, einen Kreislauf des möglicherweise ewig selben, einen Stillstand, ein bereitwilliges Hintenanstehen entscheide.

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