von Andreas von Oertzen

Oft Auslöser lähmender Eskalation: Der Konflikt

Fast jeder Manager kämpft im Zuge seiner Tätigkeit mit Konflikten.

Dazu gehören typischerweise:

Zielkonflikte in heterogenen Führungsteams,

Beurteilungs- oder Bewertungskonflikte im Management,

Verteilungs- oder Ressourcenkonflikte zwischen Teams,

Rollen- oder Kompetenzkonflikte zwischen Teammitgliedern,

Innere Konflikte in persönlichen Entscheidungsprozessen.

Ein Konflikt ist vorhanden, wenn zumindest eine Seite wahrnimmt, dass eine andere Seite sie in irgendeiner Weise beeinträchtigt, stört, behindert, übergeht, lähmt.

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von Andreas von Oertzen

Machen oder geschehen lassen: Eine Gratwanderung

Es kann sich vorübergehend unsicher anfühlen, auf die Intelligenz der Organisation zu vertrauen und das Steuerrad - die Kontrolle - ein Stück weit loszulassen.

Als Manager hatte ich, so wie die meisten meiner Kollegen, immer einen Plan. Er ließ mich glauben, stets genau zu wissen, wohin die Reise geht und gehen muss. Entsprechend „steuerte“ ich manchmal zu viel. Ich griff zu viel ein.

Selten gehen Pläne ganz auf. Wie oft hingegen müssen sie schon nach kürzester Zeit wieder korrigiert werden!

Warum?

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von Andreas von Oertzen

Krise und Krisenmanagement Teil II

Prävention und Früherkennung: Schlüsselfaktor Achtsamkeit

Achtsamkeit im Unternehmen geht leicht verloren. Mit ihr schwindet auch die Wachsamkeit für frühe Krisenindikatoren.

Schwindende Achtsamkeit wird unter zahlreichen Umständen begünstigt. Es erscheint wichtig, das Maß an Achtsamkeit in der Organisation zu kennen und je nach Struktur des Unternehmens regelmäßig zu überprüfen. Achtsamkeit ist zunächst mühevoll. Unterstützen Sie daher Mitarbeiter, die sich um mehr Achtsamkeit bemühen.

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von Andreas von Oertzen

Krise und Krisenmanagement Teil I

Entscheidend ist zunächst, wie eine Krise wahrgenommen wird. Sie kann im Verhältnis zum eigentlichen Anlass ein unabhängiges Eigenleben entwickeln. Krisen werden von Organisationen in der Regel gefürchtet und als äußerst unangenehm erlebt. Beim Krisenmanagement lassen sich prinzipiell fünf Phasen unterscheiden: Prävention, Früherkennung, Kriseneindämmung, Neustart und Lernen aus der Krise.

Eine Krise stellt einen Prozess dar, in dem durch ein Ereignis ein System so stark erschüttert wurde, dass dieses sich mit seinen gewöhnlichen Bewältigungsstrategien nicht mehr stabilisieren kann.  Die erfahrenen Ereignisse und Erlebnisse stellen die bisherigen Gewohnheiten und Ziele massiv in Frage oder machen sie unmöglich. Der Betroffene verliert das Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Im Chinesischen setzt sich der Begriff, den sie für Krise verwenden, wei-ji, aus den Schriftzeichen für Gefahr und gute Gelegenheit (Chance) zusammen.

Eine Musterunterbrechung kann durch die Aktivierung der Resilienz-Konstellation bei Individuum und System zu einem sinnvollen Anpassungsprozess führen. Krisenintervention richtet sich auf die Aktivierung und Förderung der Resilienz der Betroffenen. Die Betroffenen sollen handlungs- und entscheidungsfähig bleiben. Das Ziel ist, die Führungskräfte, die betroffenen Teams und relevanten Schnittstellen zu stabilisieren und deren Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen. Das Setting von Resilienz-Coaching unterscheidet sich in einigen Merkmalen von denen des normalen Coachings.

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