Vertrauen in der Beratung und Unternehmensführung - Ein Workshop

von Andreas von Oertzen

Am 15. Februar lud das Beratungsunternehmen osb international zu einem Netzwerk-Treffen nach Berlin ein. Der Tag war ganz dem Thema Vertrauen und dem gemeinsamen Dialog dazu gewidmet. Bereits seit mehreren Jahren wird das Thema intensiv von verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen - Psychologie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften -  diskutiert. Und auch in Organisationen stellen sich zunehmend „Vertrauensfragen“: Vertrauen oder Kontrollieren? Wie entstehen Vertrauenskulturen? Was bedeutet Vertrauen zwischen Organisationen? Diese und andere Fragen wurden in einer Runde von rund 20 Beraterinnen und Beratern beleuchtet.

In Gruppen- und Plenumsdiskussionen wird sehr bald deutlich, dass der Vertrauensbegriff eine weit höhere Bedeutungsverdichtung beinhaltet als sie sich im täglichen unscharfen Sprachgebrauch zeigt. Äußerst grundlegende Fragen kommen auf und werden diskutiert: Ist Vertrauen mach-bar, beobacht-bar, erleb-bar, fühl-bar, verschreib-bar, anwend-bar? Kann man Vertrauen überhaupt sprachlich greifen? Welche Beziehung hat das Vertrauen zu anderen großen oder grundlegenden Begriffen wie Glaube, Kultur, Erwartung, Unsicherheit, Führung, Zukunft? Welche Unterschiede bei Personen, Rollen und Organisationen zeigen sich, wenn Vertrauen anwesend oder abwesend ist?

Die intensive Beschäftigung mit dem Thema ist eine Bereicherung und Vertiefung für jeden Einzelnen im eigenen Denken, Handeln, Beraten, Helfen. Darin sind sich zum Ende des Workshoptages alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen einig. Und: Der Prozess ist nicht abgeschlossen.

 

Mehr zum Thema Organisationsberatung unter www.vonoertzen.com.

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