Künstliche Intelligenz zwischen Freiheit und Zwang

Wie Organisationen im Zeitalter von KI urteilsfähig bleiben

Ein Reflexions- und Orientierungsseminar für Entscheiderinnen und Entscheider, die KI nicht nur anwenden, sondern die strategischen, menschlichen und organisationalen Folgen ihrer KI-Entscheidungen verstehen wollen.

Dies ist kein KI-Tool-, Prompting- oder Effizienzseminar. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Organisationen im Umgang mit KI urteilsfähig bleiben. Teilnehmende sollen nicht einfach „mehr über KI wissen“, sondern anders und klarer über KI entscheiden können.

KI kann Werkzeug sein. Organisationen brauchen jedoch Urteilskraft, um nicht selbst zum Werkzeug technologischer Dynamiken zu werden. Das Seminar fragt deshalb: Wie entscheiden wir über KI, ohne Freiheit, Verantwortung und strategische Richtung an Beschleunigung, Anpassungsdruck oder scheinbare Sachzwänge abzugeben?

Die Tiefe des Themas entsteht durch die Rückbindung der teilweise spektakulär anmutenden technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen an menschliche Grundkräfte: Kontrolle, Beschleunigung, Projektion, Macht, Verantwortung und Sinn.

Lerninhalte und Nutzen:

Teilnehmende machen sich wesentliche strategierelevante Fragen rund um KI bewusst, um anschließend klarer darüber nachdenken zu können, wohin die Reise für ihre Organisation gehen soll. Sie lernen zentrale Fakten und Hintergründe zur Entwicklung von KI kennen — von frühen neuronalen Netzen und ihren industriellen Anwendungen bis hin zu den heutigen wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Kräften, mit denen KI weltweit vorangetrieben wird.

Vier Fragen stehen im Zentrum des Seminars:

  • Was ist KI technisch — und warum wirkt sie intelligent?
  • Welche Projektionen, Illusionen und Autoritätsverschiebungen erzeugt KI im Menschen und in Organisationen?
  • Welche strategischen Zwänge entstehen durch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Dynamik?
  • Wie behalten Organisationen Freiheit, Urteilskraft und Richtung?

Nach dem Seminar können Teilnehmende:

  • zwischen Werkzeugnutzung und schleichender Abhängigkeit differenzieren,
  • strategische Leitfragen für den KI-Einsatz in ihrer Organisation formulieren,
  • klären, welche menschlichen Fähigkeiten bewusst geschützt, entwickelt oder neu bewertet werden sollen,
  • erkennen, wo KI in Organisationen Orientierung schafft — und wo sie Verantwortung, Urteil und Wirklichkeitsprüfung verdrängt.

Mein Hintergrund

Seit meiner Diplomarbeit über neuronale Netzwerke in den Jahren 1990 – 1991 bin ich mit den Grundprinzipien dieser Technologie vertraut und verfolge die Entwicklung von KI seit ihren frühen industriellen Anwendungen. Ich biete keine technische Implementierungsberatung, sondern eine strategische und organisationale Einordnung von KI: Welche Entscheidungen stehen an, welche Dynamiken wirken im Hintergrund, und welche menschlichen Fähigkeiten müssen Organisationen bewusst schützen und entwickeln?

Zielgruppe

  • Geschäftsführungen und Vorstände
  • Führungskräfte mit Strategie- oder Transformationsverantwortung
  • Organisationsentwicklerinnen und Organisationsentwickler
  • Wissenschaftsmanagerinnen und Wissenschaftsmanager
  • Verantwortliche für Strategie, Transformation, Organisation, Personal oder Innovation

Umfang und Preise

  • Eintägiges Seminar (auf Wunsch auch als zweitägiges Vertiefungsseminar)
  • Maximal 12 Teilnehmende
  • Kurze fachliche Impulse, Austausch, ungewohnte Perspektivwechsel, strukturierte Reflexion, Gruppenarbeiten, Transfer auf die eigene Organisation
  • Preise auf Anfrage

Andreas von Oertzen

Ausrichtung: Meine Arbeit beginnt dort, wo strukturelle Lösungen alleine nicht mehr greifen. Statt an Symptomen arbeite ich an den im System wirksamen Ursachen. Das erfordert die Bereitschaft, auch das anzuschauen, was sonst vermieden wird. Ich arbeite ohne Dramatisierung, aber mit der notwendigen Klarheit, um auch Schwieriges ansprechbar zu machen. Mich interessiert weniger die perfekte Erklärung als die Frage, was tatsächlich wirkt.

Hintergrund: 20 Jahre Managementerfahrung in Konzernen und KMU (Siemens, Bertelsmann Music Group, Varta, Wolters Kluwer, Wissenschaftsumfeld, e-Learning) sowie 15 Jahre Beratungspraxis. Systemischer Organisationsberater (Prof. Fritz Simon), Diplom-Ingenieur Informationstechnik (Univ.), Industriekaufmann (Siemens AG), Zertifizierter Coach (Univ.).

Feldkompetenzen: Wissenschaftsmanagement, Verkehr & Logistik, Entertainmentindustrie, Behörden, Ingenieursbüros, Agenturen. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Wissenschafts- und Forschungsumfeld, in dem komplexe Strukturen, hohe Autonomie und unterschiedliche Logiken aufeinandertreffen.

Künstliche Intelligenz: Seit meiner Diplomarbeit über neuronale Netzwerke in den Jahren 1990 – 1991 bin ich mit den Grundprinzipien dieser Technologie vertraut und verfolge die Entwicklung von KI seit ihren frühen industriellen Anwendungen. Ich biete keine technische Implementierungsberatung, sondern eine strategische und organisationale Einordnung von KI: Welche Entscheidungen stehen an, welche Dynamiken wirken im Hintergrund, und welche menschlichen Fähigkeiten müssen Organisationen bewusst schützen und entwickeln?

Wann ich nicht der Richtige bin: Wenn es primär um Effizienzsteigerung, Kennzahlenoptimierung oder technische Lösungen geht. Meine Arbeit beginnt dort, wo strukturelle Maßnahmen allein nicht mehr greifen.

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